Helau, ihr Jecken, hier im Saal
als Dr. humoris Causa für die Session 2026/2027 grüß ich Euch all.
Die zweithöchste Ehr’, so sagt man mir,
verleiht man nicht mal eben hier.

Sie steht für Zeit, für Pflicht, für Treu’,
für Herzblut, Einsatz – Jahr für Jahr aufs Neu’.
Studieren für diesen Titel im klassischen Sinn?
Muß man nicht, das bekommt man an der Fakultät KKGN ohne Studium hin.

Und schaut man auf mein Leben hin,
war Karneval stets tief in mir drin.
Schon als Kind, das ist bekannt,
im Kinderelferrat stand ich nebenan galant.

Meine Mutter Christel – ohne sie
gäb’s diesen Weg wohl nie.
Sie lebte Karneval mit Herz und Mut,
mit Haltung, Stimme – und mit Glut.

1978 – ein Jahr mit Gewicht:
Sie wurde Dr. h.c., man vergisst das nicht.
Man nannte sie liebevoll und bekannt,
die Tigerin vom Wapelstrand.

Sie kämpfte für Bürger, für Stimme, für Recht –
und genau das war karnevalistisch und echt.
Auch mein Vater Alfons – so sagt man leise –
trug den Karneval auf seine Weise.

Man munkelt bis heut’ im Delbrücker Land,
dass Narretei fest in seinem Herzen stand.
In meinem Leben gab es nur zwei Jahr’,
da war der Karneval nicht wirklich da.

2010 – als meine Mutter von uns ging,
und im letzten Jahr um diese Zeit, als mein Vater von uns schied – Ein schweres Ding.
Doch selbst da war der Verein noch da,
denn Karneval heißt auch: Man trägt sich. – Jahr für Jahr.

Das erste von drei Kindern im Hause Dreier– ja,
schon früh war immer was los, ist klar.
Aufgewachsen in der Gartenstraße fein,
die man auch Püttkerstraße nennt – klein, aber mein.

Geboren bin ich – das sei erwähnt –
1963, hier, wo man mich kennt.
Im Neuenkirchener Krankenhaus kam ich zur Welt,
das heute das Altenheim hier stellt.

Und genau von dort, das schließt sich fein,
Bring ich seit 1993 unsere Brötchen heim.
Dort traf ich Steffi – und plötzlich war klar:
Das passt, das hält, das bleibt – für Jahr.

1999 haben wir Ja gesagt,
gemeinsam gelebt, gemeinsam gepackt.
Und Freitag, der 13., welch ein Glück:
2002 kam Tochter Jana dazu im passenden Augenblick.

Und seit September 2024 – das ist bekannt –
hat unser letztes Kind jetzt Fell charmant.
Libia heißt sie, vier Pfoten, treu,
und hält uns alle gut auf Trab dabei.

Urlaub machen wir heut’ ganz ohne Hast,
seit 2020 im Wohnmobil, das passt.
Wir fahren in unserem Tempo, Stück für Stück,
denn Freiheit heißt für uns, kein Zeitdruck, nur Glück.

Viele Jahre wohnten wir Am Markt mittendrin,
doch der Glockenbrink war immer unser Sinn.
Auch nach dem Umzug im vorletzten Jahr
sind wir weiter Teil der Nachbarschaft, das ist doch klar.

Ein Nachbar nannte mich einst, mit Humor,
den Bürgermeister vom Glockenbrink – das blieb mir im Ohr.
Man kennt mich auch – ich geb’s ja zu –
als Sprücheklopfer, früh und spät im Nu.

Manch einer sagt: „Den kenn’ ich schon!“
Doch ich erzähl ihn trotzdem – Tradition!
Im Schützenverein bin ich aktiv,
stellvertretender Kompanieführer der Zweiten – engagiert, konstruktiv.

2018/19 durften Steffi und ich
mit auf den Thron – das vergisst man nicht.
Bei Jörg und Martina, mittendrin dabei,
als sie Bezirkskönigspaar wurden – das war schon einerleinein,
das war besonders, ehrlich und fein.

Auch politisch misch’ ich mich gern ein,
denn Wegschauen darf nicht die Lösung sein.
In der CDU engagier’ ich mich,
für Neuenkirchen, für die Bürger – niemand ist mir unwichtig.

Zum zweiten Mal nun im Kreistag dabei,
bring ich mich dort im Sozialen, der Jugendhilfe und der Umweltpolitk ein, ohne viel Geschrei.
Im Bürgerhausverein führ’ ich gern die Kasse,
Ordnung muss sein – das ist meine Klasse.

Ein bisschen Engagement hier und da,
Bürgerhausverein, Politik – nur kurz, ganz klar.
Im Männergesangsverein bin ich bekannt,
doch sing ich nicht – aus gutem Verstand.

Ich sag selbst, mit Humor und vor allen Dingen:
Ich könnte ganze Kirchen leer singen!
Und ja – ich sag’s ganz offen hier,
mein Herz schlägt seit meinem 12. Lebensjahr königsblau in mir.

Schalke null vier, das muss so sein,
auf Schalke fahr’ ich gern mal ein.
Auch die Kolpingfamilie ist meine Heimat, das sage ich frei,
seit 1975 bin ich dabei.

Doch wie soll es anders sein,
jetzt komm ich zu diesem Verein:
in der KKGN – seit vielen Jahren,
da durfte ich lachen, arbeiten, planen und tragen.

Viele wissen’s, doch sagen’s kaum:
Ich bleib oft gern im Hintergrundraum.
Denn schreibt man Reden, Reim für Reim,
dann stehen meist andere vorne im Schein.

Ich schreib gern für die Prinzenpaare seit 2013 das ist bekannt,
vom letztjährigen Dr. h. c. (Andreas Brinkrolf) bekomme ich vorher die Namen genannt.
Im letzten Jahr haben Anne und Markus sich gedacht,
das machen wir selbst und das haben sie super gemacht.

Doch einer macht auch die Arbeit, die keiner sieht – wenn im Kolpinghaus die Sitzung naht.
Wenn jeder wissen will, wo er Platz zu nehmen hat.
Dann bin ich vorher da, Jahr aus, Jahr ein,
und kleb die Platznummern – ganz unscheinbar, doch fein.

Das lernte ich einst von Egon Setter,
doch der konnte das mit der Genauigkeit noch viel, viel besser.
Der Karneval – er ist mein Haus,
ich geh’ hinein und nie mehr raus.

Die KKGN, das ist mein Verein,
hier durfte ich wachsen, hier darf ich sein.
Drum gilt diese Ehr’ nicht nur mir allein,
sie gilt Familie, Freunden, dem Verein.

Ich sag’ von Herzen: Danke euch allen, besonders den Alten,
für Vertrauen, Zuspruch – und fürs Aushalten.
Lasst uns feiern, laut und schlau,
denn jetzt kommt nur noch eins, ihr wisst es genau:

Neuenkirchen – Helau!
KKGN – Helau!
Dr. h. c. – Helau!